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Budny, Elsner, Ziółkowski

Installation, Skulptur und Malerei aus Polen
20. Juli - 17. September 2006

Die zeitgenössische polnische Kunstszene hat in den letzten Jahren große Aufmerksamkeit erfahren. Das gab den Anlass, exemplarisch drei Positionen herauszugreifen und die jeweiligen formalen wie inhaltlichen Ansätze in einer Ausstellung und in einer Publikation sichtbar zu machen. Mit Michał Budny, Slawomir Elsner und Jakub Julian Ziółkowski werden drei Künstler vorgestellt, die ihre Werke in unterschiedlichen Arbeitsweisen entwickeln.

Michał Budny (*1976) rekonstruiert mit Wellpappe oder anderen Papierarten Objekte aus der Alltagswelt. Bei der Ausarbeitung beschränkt sich der Künstler auf die wesentlichen Details, so dass sich die Objekte oft zu geometrischen Formen verdichten, die bisweilen an Werke des Konstruktivismus denken lassen. Zugleich verweist die Empfindlichekeit des Materials auf eine allgemeine Auseinandersetzung mit dem Phänomen der Fragilität und des Veränderlichen.

Die meisten Arbeiten von Slawomir Elsner (*1976) gehen auf einen konzeptuellen und seriellen Ansatz zurück. Seine Bilder, Zeichnungen und Fotos haben oftmals einen Bezug zu Orten, Bildern und Erinnerungen seines Heimatlandes. Er nimmt sich ihnen sympathisierend und zugleich distanziert an. So entstehen Erinnerungspanoramen mit reportagehaften Anklängen, die zum Teil als installative Anordnung präsentiert werden.

Die Bilder und Zeichnungen von Jakub Julian Ziółkowski (*1980) gleichen phantasmagorischen Visionen voller Analogien und Allegorien, die bedrohlich, grotesk und heiter zugleich sein können. Der Künstler erschafft eine Welt, in der alles lebendig ist und somit auch der Vergänglichkeit und Degenerierung anheimfällt. Seine Arbeiten, die sich surrealistischer Elemente bedienen und die eine eigenwillige Formensprache aufweisen, sind hierzulande noch fast völlig unbekannt. 

Installtionsansichten